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DeutschMobil

Seit dem Europäischen Sprachenjahr 2001 engagiert sich die Föderation der Deutsch-Französischen Häuser für die Sprache Goethes in Frankreich. Die Aktion DeutschMobil machte es zum ersten Mal möglich, direkt mit den französischen Schülern und Eltern in Kontakt zu treten.

In Zusammenarbeit mit den jeweiligen Akademien bereisen nunmehr seit sieben Jahren mittlerweile zehn LektorInnen mit zehn DeutschMobilen diejenigen Regionen Frankreichs, in denen Institute der Föderation Deutsch-Französischer Häuser bestehen oder mit diesen kooperieren : Aix-en-Provence, Bordeaux, Caen, Dijon, Lyon, Montpellier, Nancy, Nantes, Paris sowie Toulouse.

Das vorrangige Ziel der Initiative ist es, den oft einseitigen Deutschlandbildern der französischen Schüler ein attraktiveres, freundlicheres und aktuelleres Bild entgegenzusetzen. In spielerisch gestalteten Unterrichtsstunden werden französischen Schülern deutsche Sprache und Kultur vorgestellt. Von Rechtschreibregeln über Unterschiede im Schulsystem bis zum HipHop wird den Kindern und Jugendlichen das Nachbarland „zum Anfassen“ näher gebracht. Mit dieser originellen Idee reagiert die Föderation der Deutsch-Französischen Häuser auf eine von mehreren Seiten geäußerte Nachfrage : von Lehrern und Schülern, vom Handel und der Industrie, von Kulturbeauftragten und zivilgesellschaftlichen Initiativen.

Im Rahmen des Abkommens über deutsch-französische Zusammenarbeit steht die Aktion DeutschMobil unter der Schirmherrschaft des Bevollmächtigten für kulturelle Angelegenheiten der Bundesrepublik Deutschland, Klaus Wowereit, und des französischen Bildungsministers Xavier Darcos.

Wertvolle Unterstützung erhält die Aktion durch die Robert Bosch Stiftung, welche das Projekt und die Lektorinnen finanziert und durch die Daimler AG, die die zehn Vito-Minibusse zur Verfügung stellt. Weitere wichtige Partner sind der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD), der mittlerweile drei Lektorate finanziert, die Goethe-Institute Frankreich, verschiedene französische Gebietskörperschaften, der deutsch-französische Kulturkanal ARTE, die Schulbuchverlage Klett, Hueber, Langenscheidt und Larousse, die Deutsche Tourismuszentrale sowie nicht zuletzt das Deutsch-Französische Jugendwerk.

Die DeutschMobile haben seit Januar 2001

-  mehr als 4.500 Schulen besucht
-  mehr als 700 Elternabende organisiert
-  mit mehr als 10.000 Klassen gearbeitet
-  waren damit mit mehr als 280.000 Schülern der Grundschule, des Collèges und auch Gymnasiasten in Kontakt
-  und haben dabei mehr als 550.000 km zurückgelegt.

Dabei konnten sie einen beachtlichen Erfolg verzeichnen : In den besuchten Schulen sind die Zahlen der Schüler, die Deutsch als erste Fremdsprache lernen, im Durchschnitt um 25% gestiegen, derjenigen, die es als zweite Fremdsprache lernen, um 50%.

Anlässlich des deutsch-französischen Gipfels in Schwerin am 30. Juli 2002 stellte die französische Botschaft die Initiative FranceMobil vor. Seit Beginn des Schuljahres 2002 führen mittlerweile 12 FranceMobile eine parallele Aktion durch, um die französische Sprache in den deutschen Schulen wieder aufleben zu lassen.

Für ihr kulturelles Engagement und für ihre Promotion der Sprache des Nachbarn wurden den beiden Projekten „DeutschMobil“ und „France Mobil“ am 22. Januar 2004 aus Anlass des 41. Jahrestages des deutsch-französischen Elysée-Vertrags der Adenauer-de Gaulle-Preis verliehen. Das DeutschMobil hatte zuvor im Oktober 2003 den „Initiativpreis deutsche Sprache“ des „Vereins Deutsche Sprache“ erhalten.

Weiterführende Informationen finden Sie auf der Homepage des DeutschMobils, www.deutschmobil.fr, auf der Sie die Adressen der LektorInnen der jeweiligen Region finden.