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Elfriede Jelinek : Die Liebhaberinnen

Diesmal soll es um einen Roman der Österreichischen Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek gehen : Die Liebhaberinnen (1975)

Klappentext : "Dieser Roman der jungen österreicherischen Erzählerin beruht nicht nur auf einer »wahren Begebenheit« . Es ist die Geschichte von zwei Mädchen aus einem Milieu, in dem der Entscheidungsfreiheit dauernd unsichtbare Grenzen gesetzt sind. Die Autorin ist, um ihren Stoff zu finden, wie neuerdings so viele aus der Stadt hinaus aufs Land gegangen. Doch im Gegensatz zu anderen Schriftstellern hat sie nicht den archaischen Einklang der Menschen mit der Natur entdeckt, auch nicht das harte, einfache Leben der Mägde und Knechte (Innerhofer, Kroetz, Sperr). In einem besonders idyllischen Tal der Steiermark steht eine Fabrik, in der Miederwaren hergestellt werden. Es ist symbolisch, daß in diesem Unfrieden einer entlegenen Region die Produktion eines Zivilisationsguts vonstatten geht, das auf die äußere weibliche Natur im Interesse der Mode Zwang ausübt. Die Fabrik floriert, weil sie die Löhne besonders niedrig halten kann. Welche Entfaltungsmöglichkeiten hat eine Arbeiterin, die Büstenhalter im Akkord näht ? Sie kann einen Mann heiraten, der ihr den gesellschaftlichen Aufstieg garantiert. Doch wie andere Möglichkeiten, so sind auch sozial attraktive Männer rar, und die attraktivsten sind schon vergeben. So setzt zwischen den zwei »Liebhaberinnen« ein Konkurrenzkampf auf Leben und Besserleben ein

Das Buch ist wieder in dem kleinen englischen Buchladen in der Nähe des Heidelberg-Hauses bestellt und liegt normalerweise ab Mitte März dort vor : Book In Bar, 8, rue du Bras Tél. 04 67 66 22 90 ou 04 67 66 22 91, demander Raphaëlle Rott

Bis dahin viel Spaß beim Lesen wünschen

Hans Demes (Pädagogischer Leiter Heidelberg-Haus) und Nicole Leier und Gerhard Wieser (LektorInnen am Germanistischen Institut der Universität Paul Valéry)

Le Cercle littéraire est animé par Nicole Leier (DAAD) et Gerhard Wieser, lecteurs au Département d’allemand de l’université Paul Valéry - Montpellier III et Hans Demes, Responsable Pédagogique de la Maison de Heidelberg Contact : Maison de Heidelberg - Hans Demes 04 67 60 48 11 demes@maison-de-heidelberg.org